Es passiert, was zu erwarten war…

Was bereits während der gesamten Offseason erwartet und von den Fans erhofft worden war, ist zu einem Abschluss gekommen. Wie die NFL-Insider übereinstimmend berichten, haben sich die Miami Dolphins und ihr Star-RB Devon Achane auf eine Vertragsverlängerung geeinigt. Für die nächsten vier Jahre bei den Fins wird der 25-Jährige demnach 68 Millionen Dollar erhalten (einige Quellen sprechen von 64 Millionen), davon 32 Millionen garantiertes Geld. Es ist zu erwarten, dass es ein erstes sehr günstiges Jahr benhalten und danach deutlich ansteigen wird. Die genauen Zahlen (signing bonus, evtl. void years usw.) wird es sicher in den nächsten Tagen geben. Es scheint aber so zu sein, dass dieser Deal durch sportliche Leistungen noch von 64 auf 68 Millionen aufgestockt werden könnte, so dass sich die beiden differierenden Zahlen erklären lassen.

Die Frage, die man sich als geneigter Fan nun stellen könnte, wäre die Frage, ob Miami hier overpayen musste oder wie sich dieser Vertrag im Vergleich zu den anderen RBs darstellt. Generell stand es nicht zu erwarten, dass man Achane einen Vertrag der Sorte McCaffrey oder Saquon Barkley hätte anbieten müssen. Diese beiden sind sowohl sportlich als auch finanziell eine eigene Liga. 38 bzw. 41,2 für zwei Vertragsjahre stellten also den oberen Rahmen dar. Der in dieser Offseason von den New York Jets ausgehandelte Vertrag mit ihrem RB Breece Hall (3 Jahre, 45.75 Mios, 29 Mios garantiert) konnte hier als Maßstab herangezogen werden. Nun darf man sich streiten, wie viel besser Devon Achane als sein AFC East-Kollege einzuschätzen ist – und ob überhaupt. Gerade 2024 und noch massiver das abgelaufene Jahr 2025/26 aber erzielte der Dolphins-Spieler weit bessere Zahlen (1350 Yards, 8 TDs im Vergleich zu 1065 Yards, 4 TDs rushing), so dass man erwarten musste/konnte/durfte, dass sich der Vertrag über dem des beinahe 25-Jährigen Hall würde einordnen lassen.

In der Regel wurde ein Abschluss im Bereich von 70 Mios für 4/50 für 3 Jahre erwartet – und genau hier wurde sich nun geeinigt. Dritthöchster RB contract musste man von ausgehen, die Garantien leicht über denen von Breece Hall – beide Seiten werden damit zufrieden sein, da es zeitlich auch den zu erwartenden contract talks anderer NFL-Teams mit ihren Star-RBs vorgreift (Gibbs, Robinson oder Taylor), die nun mit den Zahlen von Hall und Achane taktieren können.

Nun darf man gerne kritisch darüber diskutieren, ob die Miami Dolphins in ihrer aktuellen Situation speziell oder einem RB allgemein eine solche Summe zahlen müsste oder sollte. Gerade nach den diversen Abgängen der „Franchise players“ (Waddle, Chubb, Hill, Tua und einige mehr) und auch sportlich durch knapp 1800 scrimmage Yards liegt die Bedeutung des Absolventen von Texas A&M aber sicherlich auch höher für Miami als für andere NFL franchises und eine Zuwendung zu einem Team, welches run heavy sich auf den Lauf konzentriert, scheint dadurch noch einmal zusätzlich unterstrichen worden zu sein. Von daher darf man sich als Fan ruhig über die Verlängerung freuen und muss sich nicht sonderlich ärgern, dass die Dolphins massiv zu viel Geld bei knappen Ressourcen verbrannt hätten. Sowohl 68 als auch 64 für 4, also 16 bzw. 17 Mios average, sind markt- und handelsüblich. Es bleibt zu erwarten, ob nach Achane auch Jordyn Brooks oder Aaron Brewer entsprechende Verlängerungen von Neu-GM Jon Eric Sullivan erhalten werden und ob dies Auswirkungen auf die Nach-Draft-veteran signings haben könnte.

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