Er soll die Miami Dolphins zu Ruhm und Ehren führen – weißer Rauch über Miami

Wie gerade durch die Medien geistert, haben die Miami Dolphins ihre erste Personalie geklärt und sich nach zwei Runden der Interviews für den vakanten Posten des General Managers für Jon-Eric Sullivan entschieden. Der 48-jährige Sullivan, im Übrigen Sohn des ehemaligen Fins-WR-Coaches von 2004, Jerry Sullivan, kann auf eine knapp 20-jährige Erfahrung bei den Green Bay Packers zurückblicken. Anders als z.B. ein Champ Kelly bringt er also einen neuen, externen Ansatz zu den Dolphins mit. Mit einer Historie aus dem Scouting-Bereich in mehreren Funktionen hat sich Sullivan vom Director of College scouting (2016-17) über die Posten des Co-directors und vice president of player personel (2018 bis quasi heute) hoch und in die Notitzbücher des Auswahl-Gremiums hinein gearbeitet. In seine Ägide fallen unter anderem die Draft-Entscheidung für Jordan Love (als Rodgers noch da war) und mehrere gute Picks im Bereich der Offensive Line, die Eric Sullivan unter GM Brian Gutekunst mit zu verantworten hatte. Kyle Crabbs hat einen Artikel zusammengestellt, der für Sullivan, seinen in Green Bay erfolgreichen Weg, seinen Arbeits-Ethos sowie seine Fachmännigkeit spricht: https://atozsports.com/nfl/miami-dolphins-news/five-things-about-jon-eric-sullivan-packers-executive-dolphins-general-manager-search-bio/. Gerade seine Fähigkeiten in puncto Draft und Team-Building werden hier deutlich hervorgehoben. Dies soll er nun das erste Mal außerhalb von Wisconsin nachweisen und die Miami Dolphins an die Spitze führen.

Ob das bedeutet, dass der oft in Miami gehandelte HC jetzt doch nicht John Harbaugh heißen könnte, ist fraglich. Ebenso fraglich ist es, ob die Positional Coaches und anderen Coaches, wie z.B. DC Jeff Hafley (die Titans haben seinen Namen durch eine Anfrage mit ins HC-Karussell gesetzt), jetzt als heiße Kandidaten für die Nachfolge von Mike McDaniel ernstgenommen werden müssen. Hier gilt es abzuwarten, welche Interview requests er als mit erste Amtshandlung bei den Dolphins abgeben wird. Was aber positiv anmutet: die Entscheidung des „hiring commitee“ war einstimmig für Sullivan (obwohl er in erster Linie durch Troy Aikman supportet worden sein soll) und seine beiden Interviews werden als herausragend beschrieben. Gleiches gilt für seinen Leumund innerhalb der NFL. Man hat sich hier keinen Neuling, sondern einen absoluten Fachmann ins Haus geholt, dessen Aufgabe es in den nächsten Jahren sein wird, einen „culture change“ herauszubilden, wie ihn die Fans der Miami Dolphins so dringend ersehnen. So darf man wohl mit dieser Personal-Entscheidung durchaus zufrieden sein.

Dem Vernehmen nach wird sich Brandon Shore, bei den Dolphins für Cap space und Budget zuständig, auch weiterhin um diese Bereiche kümmern. Sullivan, der aus dem Scouting kommt, soll die in Green Bay gute und aktive Arbeit auch in Miami fortführen.

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