
Auch in der Saison-Vorbereitung hören die Miami Dolphins nicht auf, munter durch diverse roster moves, Medizinische Tests oder Workouts ihren Kader zu verändern. Ein roster, den nicht wenige (Pseudo-) Experten als „the worst roster in the NFL going into the 2026 season“ (ESPN) ansehen und ihm wenig Chancen zugestehen, überhaupt in der kommenden Saison ein Spiel gewinnen zu können. Um hier den Überblick behalten zu können, eine kurze Übersicht der Besuche, Signings und roster-Verschiebungen der letzten Tage. Vorweg nur eins: es werden mit absoluter Sicherheit nicht die Letzten gewesen sein, wenn das Team sich das nächste Mal zusammenfindet.
1. Einige Spieler sind nicht trainingsfähig
Diese Einordnung gilt in erster Linie für WR Chris Bell sowie die Cornerbacks Chris Baker und Storm Duck. Während sich der Drittrunden-Rookie Bell in Folge seiner Knieverletzung auf einem guten Weg befinden soll nun auf der „Non Football injury list“ wiederfindet – trotzdem konnte er gemeinsam mit dem Team den conditioning test ablegen und die Hoffnung ist nicht gerade gering, dass Bell zum Start der neuen Serie kein Spiel der 2026er-Saison verpassen könnte, sondern sich rechtzeitig spielfit melden könnte. Ob der ehemalige Louisville-WR aber seinem berühmten Vorgänger bei Miami, DeVante Parker, wird nacheifern können, erscheint trotzdem fraglich.

Fraglich ist auch der gesundheitliche Zustand von Baker und Duck. Beide wurden durch die Dolphins zu Beginn des Trainings-Camps auf der active/physically unable to perform list geführt. Hier handelt es sich um sog. „Football related injuries“; zwar dürfen die beiden an Team meetings teilnehmen, sind aber derzeit nicht in der Lage zu trainieren. Storm Duck wird mit einer Knieverletzung noch längere Zeit ausfallen, gleiches gilt für Darrell Baker – dessen Art der Verletzung ist allerdings nicht bekannt. Marco Wilson, Jason Marshall Jr., Erstrunden-Rookie Chris Johnson, Juju Brents, Ethan Bonner, Alex Austin sind unter anderem aber noch da und federn die Nicht-Verfügbarkeit von Baker und Duck ab. Kein Panik-Modus in Sicht in einem CB-Markt, der durch die Verlängerungen von Denzel Ward (Cleveland zahlt ihm für zwei Jahre 62.2 Millionen Dollar) und die kaum darunter liegende vermutliche Contract Extension von Patriots-Star-CB Christian Gonzalez (es werden wohl mindestens 31 Millionen pro Jahr nach Boston fließen) ziemlich aufgeheizt wirkt. In den Zeiten nach Xavien Howard, Jalen Ramsey und Minkah Fitzpatrick muss man sich an einen CB room in Miami, dessen bestverdienenden Spieler Chris Johnson ist, gewöhnen.

2. Einige Spieler sind für Workouts zu Gast
Miami testet darüber hinaus aber auch munter Spieler, die das Potential für das roster haben könnten. RB Clyde Edwards-Helaire, QB Jack Plummer (MVP der zweitklassigen UFL), QB Austin Reed, die WR Elijah Badger, Elijah Cooks, Jakobie Keeney-James und Tyler Vaughns sowie T Ben Te Kura (22-jähriger Rugby-Spieler aus Australien) durften heute in der Facility vorspielen. Prominentester Name ist sicherlich der 27-jährige „CEH“, der in den letzten zwei Jahren allerdings auf nur 20 Carries für die Saints und Chiefs kommt. Der Absolvent von LSU wäre sicherlich eine Verstärkung, wenn denn sein Körper konstant mitspielen würde. 63 snaps seit 2024 zeigen aber: DAS ist sein Problem. Er nennt immerhin zwei SB-Ringe sein eigen; ob er allerdings eine Verstärkung für die Fins wäre, ist doch eher fraglich. Alle anderen können beweisen, dass sie einen Platz im „53er“ verdienen können – skeptisch bleiben darf man aber in jedem Fall
3. Es gibt auch einen neuen Spieler (und dafür einen anderen nicht mehr)
Zunächst mal das Negative: DT Kahlil Sounders wurde entlassen, um seinen Kaderplatz neu vergeben zu können. Defensiv nahmen die Miami Dolphins dafür DE Clelin Ferrell unter Vertrag. Wie bei so vielen signings zuvor besitzt der 29-Jährige erhebliches Potential – allerdings weniger, als sein Draft-Status (4th overall 2019 konnte er wenig bis nie nachweisen) vermuten ließe.


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