Die Miami Dolphins 2024 ohne Tua – was hätten die Dolphins für Alternativen?

In einigen US-Medien und internationalen Foren wird nach dem Playoff-Aus die Zukunft von QB Tua Tagovailoa diskutiert und nicht wenige fordern, hier einen Wechsel vorzunehmen.

  1. Doch was sind (realistisch gesehen) überhaupt die Alternativen, die GM Grier hätte?

a) Man tut nichts

Die 5th year-Option, die sich Miami aufgrund des 1st round-Status von Tagovailoa sichern konnte, beträgt 23,171 Mios. Dieser cap hit bleibt bestehen, man geht weiter mit Tua und es ändert sich nichts.

b) Man extended Tua

Man versucht sich mit Tua auf einen langjährigen Vertrag zu einigen. Nur zur Erinnerung die letzten QB contracts: Burrow, Herbert, Jackson, Hurts liegen alle oberhalb von 250 Millionen für 5 Jahre – da wird Tua auch hinkommen wollen. Kann und sollte sich Miami aus Sicht einiger nicht leisten. Plan B würde also wahrscheinlich ziemlich lange dauern. Wäre aber kurzfristig eine Option, den Cap hit des QBs für 2024 noch unter die 23,171 Mios zu drücken. Wie das geht? Einfach bei den einschlägigen Seiten (www.spotrac.com oder www.overthecap.com mal die Mega-Contracts von Burrow, Herbert, Rodgers und Co. anschauen. Geringe base salary im ersten Vertrags-Jahr, ein umverteilter signing bonus (abgesichert durch void year(s) hintendran ergibt einen niedrigen Cap Hit für 2024. Justin Herbert kostet mit seinem Vertrag als cap hit nächste Saison knapp 19.5 Millionen, ein Aaron Rodgers in seinem ersten Jets-Jahr deutlich unter zehn Mios gegen die ominöse Grenze. Solche Verträge würden sogar noch cap space für Verstärkungen zulassen und dienen als Vorbild für anderen Spieler (Wilkins, AVG, Williams, Hunt – notfalls kannst du so acht Spieler unter den cap für 2024 pressen…)

c) Man tagt Tua

keine realistische Variante, da er für 2024 ja noch unter Vertrag steht und nicht getaggt werden müsste

d) Man tradet Tua

Man gibt das Projekt auf und findet eine Franchise, die einen QB wie Tua sucht und ihm auch den nächsten großen NFL-Vertrag finanzieren möchte. Über einen möglichen Value zwischen 1st round-Pick, 2nd Round-Pickl und evtl. Beiwerk ließe sich sehr stark streiten. Nicht zu bestreiten wären die financial figures:

Was spart Miami finanziell ohne Tua ein – Trade oder Cut?

Trade: Man würde die 5th year-Option voll einsparen und könnte den Hawaiianer so auch unter der Maßgabe abtreten. Einen dicken Vertrag müsste dann die neue Franchise mit ihm klären.

Cut: Das Geld würde bei einem Cut hingegen voll gegen den Cap zählen und man würde Tua dasselbe Geld bezahlen, NICHT für Miami zu spielen als er bekommt, würde er spielen. Einfach entlassen wird man den ehemaligen Alabama-QB aber sicher nicht ^^

Sollte man aber tatsächlich der Meinung sein, dass man ohne Tua T. einen besseren Weg einschlagen könnte – dann muss dieser Neuaufbau auch einen Namen tragen…

DIE ALTERNATIVEN

Sie sind rar gesät und in der Qualität sicher nicht ohne Weiteres verfügbar. Es gäbe arg begrenzt Mittel und Wege in verschiedenen Kategorien:

a) Draft: Miami steht an 21 in der Draft order. Um in die Top 10 zu kommen, müsste man sicher den 1st round Pick 2025 mit abgeben (oder eben Tua als Value, wenn einem das gelingt). Selbst dann sind die Herren Caleb Williams (USC), Drake Maye (North Carolina) oder LSUs Jayden Daniels wohl außerhalb jeder Reichweite. Washingtons Michael Penix, Oregons Bo Nix oder Michigans J.J. McCarthy könnte man bekommen in R1 oder R2 – die muss man aber auch haben wollen. An der Verfügbarkeit kann sich je nach QB run natürlich etwas ändern, Miami sind ja nicht die Einzigen, die einen nehmen würden. Wie sagt man so schön: haben ist besser als brauchen…

b) Free Agency: https://www.spotrac.com/nfl/free-agents/all/quarterback/available/

Ein Mal die „Speisekarte“ für den individuellen Geschmack. Ein Premium Mehr-Gänge-Menü steht da aber auch nicht drauf.

Wer davon sollte nun günstiger und/oder besser sein als Tua? Baker Mayfield, wenn TB ihn nicht will – hmmm. Kirk Cousins, einen 36-jährigen QB der Klasse „auch nicht besser als Tua“? – Ich hoffe eher nicht. Der Rest ist ehrlich gesagt uninteressant.

c) Trade

Man kann auch versuchen, teuer an einen der Top-QBs der Liga zu kommen – aber auch da sind die Mittel mega begrenzt, weil man nicht so viele Picks hat um ein interessantes Angebot zu machen. Wenn man sich die Top 8-QBs der NFL nach RTG (und ihr Vertrags-Ende bzw. AVG contract hit) ansieht, blieben

  • Purdy, Prescott, Cousins, Lamar Jackson, C.J. Stroud, Jake Browning, Russell Wilson – Geno Smith (17.), Kyler Murray (19.) oder Justin Fields (22.) wären im Vgl. zu Tagovailoa sicherlich kein Upgrade. Browning ist eigentlich auch keins, Purdy, Stroud (der gegen die Ravens seine Grenzen gezeigt bekam) und Prescott nicht verfügbar, Lamar unerreichbar. Russell Wilson willst du eigentlich auch nicht haben. Die Jungs mit den frischen 250 Mios-Deals sind eh raus.

  • Ein Post June 1st-Trade von Justin Herbert wäre noch die realistischste Variante, weil die Chargers 6 Mios an Cap einsparen würden. Um ihren Franchise-QB aufzugeben, würde aber sicherlich mehr kosten als Tua und ein zusätzlicher 1st round-Pick – und dann bliebe immer noch die Frage, warum die Chargers das tun sollten (oder Miami…)

FAZIT

Möchte man nicht mit dem Hawaiianer weitermachen, sind die Alternativen Kirk Cousins, eine vage Hoffnung auf Baker Mayfield in der FA sowie Geno Smith, Kyler Murray oder Justin Fields per Trade. Oder man hat sich so sehr in einen der Rookies hinter den Top 3 verliebt, so dass man voll auf Bo Nix/Michael Penix setzt und Haus und Hof in Bewegung setzt um in deren Reichweite zu kommen. Ob da ein zumindest kurzfristiges Agreement mit Tua Tagovailoa nicht die realistischste Variante ist, darf jede und jeder für sich selbst entscheiden. Aus meiner Vermutung heraus wird sich zumindest 2024 an der QB-Position der Dolphins nichts ändern. Eine argumentative Auseinandersetzung, welche der Optionen Miami mehr Erfolg versprächen, wird aber sicher weite Teile der Offseason bestimmen. Ist schließlich Miami 😉

#FinsUp!

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