Es geht wieder los – zumindest in der Offseason

Da die Miami Dolphins eines der Teams sind, die sich nach der enttäuschenden letzten Saison einen neuen Headcoach zugelegt haben, gehen bereits heute entsprechend der NFL-Statuten die Offseason workout programs in Miami wieder los. So treffen sich heute zum ersten Mal große Teile des 74 Spieler umfassenden rosters zum Aufgalopp; dies ist das erste Aufeinandertreffen mit dem neuen Coaching staff, bevor zwischen dem 21. und 23. April das sogenannte voluntary minicamp stattfindet. In einer dritten Phase beginnen Mitte Mai (dann evtl. schon mit allen gedrafteten und ungedrafteten Rookies an Bord) die „OTAs“ und enden am 11. Mai. In der Zwischenzeit wird es sicherlich die eine oder andere personelle Rochade geben. Die Tatsache, dass beinahe die Hälfte der Spieler (35/74) nicht einen Cent dead money bei Entlassung verbrauchen würden, macht es zwangsläufig, dass einige der Spieler vom einen auf den anderen Tag entlassen werden können, sollten sie sich aus Sicht der Coaches als nicht gut genug herausstellen.

In der Draft-Vorbereitung gehen auch die Miami Dolphins dazu über, für sie interessante potentielle Rookies nach Miami einzuladen und/oder Interviews mit ihnen zu führen. Insgesamt ist es den Dolphins bis zum 15. April erlaubt, im Rahmen der so genannten „Top 30-visits“ dreißig College-Spieler einzuladen. Dabei existiert aber eine Ausnahme: wenn die Spieler eine Universität besuchen, die sich im Umkreis eines 50 Meilen-Radius vom Headquarter der Franchise befindet, zählen diese „Besuche“ als local visits und werden nicht auf die 30 anderen möglichen Einladungen angerechnet.

Im Falle der Dolphins gilt dies für quasi alle Spieler der Miami Hurricanes, der „U“, also der Absolventen der University of Miami. Reuben Bain, Francis Mauigoa, Akheem Mesidor, Keionte Scott, Carson Beck oder Markel Bell – sie alle haben sich natürlich schon mit Verantwortlichen der Dolphins getroffen. Was nicht bedeutet, dass die Fins hier eine Vorliebe hätten. Im aktuellen roster steht tatsächlich kein Absolvent der „U“s. Und das, obwohl lt. Spotrac insgesamt 29 Ehemalige in der NFL in einem der roster stehen.

Jaelan Phillips war ein Absolvent der University of Miami, ist aber kein Dolphins-Akteuer mehr

Die Liste der Top 30-visits der Miami Dolphins (Update 11.04.26)

  • QB Ty Simpson, Alabama
  • QB Taylen Green, Arkansas
  • QB Mark Gronowski, Iowa
  • QB Jalon Daniels, Kansas
  • TE Justin Joly, NC State
  • EDGE Mason Thomas, Oklahoma
  • EDGE Zion Young, Missouri
  • DT Cristen Miller, Georgia
  • DT Kayden McDonald, THE Ohio State
  • DL Rene Konga, Louisville
  • WR Makai Lemon, USC
  • WR KC Koncepcion, Texas A&M
  • WR Denzel Boston, Washington
  • WR Ted Hurst, Georgia State
  • WR Jordan Hudson, SMU
  • WR Cyrus Allen, Cincinnati
  • S Emmanuel McNeil-Warren, Toledo
  • CB A.J. Haulcy, Texas A&M
  • CB Charles Demmings
  • CB Mansoor Delane, LSU
  • RB Le´Veon Moss, Texas A&M
  • RB Kaelon Black, Indiana
  • OT Travis Burke, Memphis
  • OT Chase Bisontis, Texas A&M

Wie man sieht, hat Miami noch eine Woche Zeit, um sich mit Spielern zu treffen. Sie haben die Möglichkeit aber bereits beim Combine, bei den Pro days der Colleges und dem Senior Bowl ausreichend gehabt. Das ein Spieler eingeladen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass er gedraftet würde – oder eben umgekehrt. Was man aber erkennen kann:

  • einen RB soll es offenbar – wenn – erst spät geben. Le´Veon Moss und Kaelan Black sind eher Tag 3-Picks
  • Mit Travis Burke ist lediglich ein O-Liner dabei. Mit den beiden OTs aus Utah, Freeling/Proctor/Ilheanachor/Ioane/Pregnon und Co. gab es (noch?) keine 30-visits. Lediglich Mauigoa war zu einem local visit in Miami zu Gast. „Build the trenches“ wäre aus dieser Argumentation heraus unterrangig.
  • Man hat etliche WRs und CBs eingeladen – quer durch die verschiedenen Phasen des Draft big boards. Das man auf diesen Positionen picken wird, ist sicherlich kein Geheimnis und überrascht nicht.
  • Man hat sich mit Ty Simpson und Taylen Green getroffen, Carson Beck ebenfalls (der unter die local-Regelung fällt). Die Aussage, man werde einen QB draften, wird dadurch noch einmal untermauert

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