IT´S MOCK DRAFT SEASON – 2026er Edition

Es geht in die heiße Phase im Vorfeld des 2026er Drafts. Vom 23. April an werden in sieben Runden über drei Tage hinweg insgesamt insgesamt 257 Spielern die Möglichkeit gegeben werden, eine neue Franchise zu finden und sich den Traum von der besten Football-Liga der Welt erfüllen zu können. Zum insgesamt 91. mal findet dieses Spektakel statt, dieses Mal in Pittsburgh. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag (1. Runde), Freitag auf Samstag (2./3. Runde) und von Samstag auf Sonntag (Runde 4-7) werden auch die Miami Dolphins versuchen, ihr roster im Rahmen eines groß angelegten Rebuilds neu aufzubauen und eine Grundlage für die Zukunft zu legen. Das Procedere hat der hoch geschätzte Marcus Merten in einem Artikel von vor zwei Jahren sehr gut dargestellt, sie ist bis heute aktuell (https://dolfansgermany.miami/draft-wie-funktioniert-das/). In diesem Jahr besitzen die Miami Dolphins die Draft-Picks 11 und 30 (1. Runde), 43 (2.), 75, 87, 90, 94 (3. Runde), 130 (4.), 151 (5.) sowie 227 und 238 (7. Runde). Da es in diesem Jahr aber so viele Bedürfnisse und Needs bei den Fins gibt, ist die Vorhersage der Strategie – was machen die Dolphins wann – unfassbar schwierig.

In der Folge wird es mehrere mock Drafts geben, die sich den verschiedenen Prioritäten zuwenden. ESPN bildet als top needs WR, CB und Edge ab/NFL.com ergänzt noch Safety und O-Line als wichtige Baustellen. Der Draft eines QBs in der ersten Runde (Alabamas Tyler Simpson im Speziellen) lässt sich ebenso wenig ausschließen. Denn zieht man die Big Boards mehrerer Experten zu Rate, ergibt alleine dies eine Liste von 14 Namen, die möglich erscheinen in der Range zwischen 7 und 22.

  • https://www.nytimes.com/athletic/7123155/2026/03/17/nfl-draft-2026-consensus-rankings-top-100-arvell-reese/ –> big board New York Times
  • https://www.tankathon.com/nfl/big_board –> Tankathon Big board
  • https://www.profootballnetwork.com/nfl-draft-hq/industry-consensus-big-board –> PFN Big Board

DER MIAMI DOLPHINS MOCK DRAFT PART I – CORNERBACKS

Sollten die Miami Dolphins an 11 einen Cornerback auswählen wollen, fallen einem auf den big boards Mansoor Delane (LSU) oder Jermod McCoy (Tennessee) übrig, wobei McCoy wegen eines ACL die komplette letzte Saison verpasste und „nach unten rutschen“ könnte. Wobei er bei seinem Pro day Ende März die 40 Yards in unter 4.4 Sekunden gelaufen ist und zumindest angedeutet hat, dass er wenig seiner Qualität verloren haben könnte. Mansoor Delane wäre die „sichere“ Wahl auf einem hohen Niveau. Bei ihm ist ein Fragezeichen in Form einer Herzmuskelentzündung gegeben – diese hat ihn aber nicht davon abgehalten, eine herausragende Saison 2025 abzuliefern und sich in den top sead des first CB picked zu setzen.

Sollte Miami aber mit Pick Nummer elf speziell oder dem ersten Pick allgemein einen CB ziehen, weitet sich das dann natürlich auf die weiteren Picks aus. So müsste dann ein WR an Position 30 adressiert werden (Omar Cooper/KC Conception/Denzel Boston) oder an 43 (Chris Brazzell II./Germie Bernard/Zachariah Branch) oder eben in der dritten Runde. Bei den Cornerbacks ist das ähnlich. Aber genau deswegen wird es verschiedene Mock drafts geben; begonnen wird mit den Cornerbacks…

Neben Delane war es mir an 30 möglich, den versatilen Caleb Lomu zu ziehen, der rechts sowohl Guard als auch Tackle spielen könnte. Mit Guard Gennings Dunker (wer ein Bild sieht, wird ihn lieben) wurde das Thema Offensive Line ebenso adäquat angegangen. Safety Kamari Ramsey und CB Devin Moore wären an der Stelle echte Glücks-Picks. Dafür leidet die WR-Position ein wenig, ist an Position 43 und 90 mit Chris sowie Skyler Bell aber gleichnamig adressiert. Die Bells und die Robinsons als doppeltes Duo-Quartett hätte doch was… LT Overton deckt den EDGE-need ab, der künftige Dolphins-QB Taylen Green kehrt zu seinem Boise State – QB Coach Bush Hamdan zurück (in gleicher Funktion nun bei den Dolphins). Hibner und Reiger geben dem roster mehr Tiefe, aber an 227 bzw. 238 ist es ohnehin mehr oder weniger Glücksspiel. Morgen dann der nächste Draft – ein WR-gestützter Draft, da die heute zu kurz kamen…

DER MOCK DRAFT PART II – DER FOKUS AUF WIDE RECEIVERN

Eine zweite Variante wäre die Konzentration des ersten Dolphins-Picks auf die erste Reihe der Wide Receiver aus der class von 2026. Ohio States Carnell Tate, Makai Lemon von USC oder Jordyn Tyson von Arizona State sind die Ball-Empfänger, die der Konsens in der range zwischen 8 und 15 vom Board gehen sieht. Bei Tyson steht als Fragezeichen zu Buche, dass er verletzungsanfällig scheint und schon mehrfach im College länger ausgefallen ist. Er ist nicht der Schnellste (läuft 40 Yards aber immer noch um/unter 4.50) und hatte in der Vergangenheit Malässen mit Drops. Seine Größe und sein starkes route running sowie seine Versatilität und DeVante Parker-like Stärke bei contested Catches machen ihn zu einem Ziel. Etwas kleiner und mit etwas weniger Entwicklungs-Potential ausgerüstet sind Tate und Lemon. Doch während der eine bei Ohio State im Schatten von Jeremiah Smith stand, konnte der andere (Lemon) bei USC stark überzeugen. So ist es hier individuell, aber: Tyson hat das meiste Upside, Lemon wäre die sicherere Wahl und Carnell Tate derjenige, der von der Physis/Größe, Qualität oder dem route running am Stärksten ist. Wo der Fokus gelegt wird, darf diskutiert werden. Im konkreten Draft-Beispiel könnte es zu dieser Konstellation kommen:

Carnell Tate als WR #1 der Klasse ist an 11 schon nicht mehr verfügbar, so dass die Wahl zwischen Tyson und Lemon ausfallen könnte. Die sichere Wahl wäre Lemon, deswegen gehen wir mal mit ihm. An 30 fällt die Wahl auf CB Brandon Cissé von South Carolina. da auch der ein hohes Entwicklungs-Potential beinhaltet und er nicht in dieser Saison schon ein großes Need bedienen muss. Gleiches gilt für die Wahl an #43 zwischen Iheanachor (OT, Arizona State) und Chase Bisontis (G, Texas A&M). Der hat den Vorteil, dass er Junior ist, sowohl Guard als auch Tackle spielen kann plus beim RAS eine starke Performance abgeliefert hat, wenn ihm auch ein paar Kilo mehr nicht schaden könnten. Iheanachor steht dem aber wenig nach und wäre auch eine sehr gute Wahl. Die Entscheidung fällt im subjektiven Bereich auf Bisontis. Michigans EDGE Derrick Moore, WR Skylar Bell (UConn), Tacario Davis (zweiter CB) sowie Justin Joly (TE) bilden weitere Needs ab. Drew Allar als QB mit Entwicklungs-Potential hinter Malik Willis und Safety VJ Payne von Kansas State – auch hier spielt dessen Physis eine gewisse Rolle – runden die ersten Picks ab, die hinten raus durch Clemsons Adam Randall (kann sowohl RB als auch WR spielen, Gadget-Waffe) und Trey Moore (Edge von Texas) noch ergänzt werden.

MOCK DRAFT PART III – MIT DEM DRAFT CRUSH GEHEN

Hier nun gehe ich mit meinem „draft crush“ und wähle eine deutliche Verstärkung der offensiven rechten Seite. Spencer Fano von den Utah Utes ist aus meiner Sicht der beste O-Liner der Klasse und wird bei den Dolphins sicherlich den Unterschied ausmachen; die Tatsache, dass trotzdem mit Denzel Boston noch ein großer, physischer und bei contested catches sehr guter WR an 30 sowie mit D´Angelo Ponds ein College-Champion mit super talentiertem skill set verfügbar war, macht diesen Draft bis da hin zu einem richtig gut gelungenen Versuch. Ja´Kobi Lane und Devin Moore machen auch die zweite Wahl dieser Positionen gutkarätig bedient zu einer annehmbaren Runde. Mit Drew Allar spät noch einen entwickelbaren QB gezogen – ich wäre nicht traurig drum, wenn es in der Realität ebenso laufen würde…

„BEST CASE“ – EINER DER „DICKEN FISCHE“ FÄLLT VOM BOARD

In diesem Szenario fällt ein key player auf einer key Position aus den Top 10 und Caleb Downs den Dolphins in die Hände. Mit Caleb Lomu (kann rechts Guard und Tackle spielen) sowie Keylan Rutledge lässt sich die Line stärken, Colton Hood und Devon Marshall bieten in der Secondary weiteres deutliches Entwicklungs-Potential. Für Edge auch hier Dennis-Sutton, als starker Receiving-TE Justin Joly und Drew Allar als „dritter Arm“ machen diesen Draft zum beinahe best case für Miami. Es muss zwar auf den flashy WR verzichtet werden, aber Notre Dames Malachi Fields bietet einiges an Upside an. Gerade dieser Mock Draft zeigt auf, wie viele Möglichkeiten sieben Picks in den ersten 94 sich für Jon-Eric Sullivan auftun.

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