Das liebe Geld – Quarterback-Edition

Die Miami Dolphins haben es in der ersten Woche des neuen Liga-Jahres durchgezogen und einen Wechsel auf der Quarterback-Position durchgeführt. Dieser Verzicht hatte einige (für Nerds) spannende Komponenten hinsichtlich des finanziellen Rahmens, die heute bekanntgegeben wurden. Dabei betrifft es zum einen das dead money des ehemaligen Spielgestalters Tua Tagovailoa und auf zum Anderen die Vertrags-Gestaltung des kommenden Quarterback Malik Willis. Beides hat Auswirkungen auf den Cap space, die hier ebenfalls zur Sprache kommen sollen.

Miami knackt den dead money – Rekord, schichtet aber clever um

Das man keinen Trade-Partner finden würde, wurde den Miami Dolphins irgendwann in der letzten Woche klar und so ging es darum, die üppig anstehenden 99,2 Millionen Dollar an dead money durch einen Post June 1st release moderat zu verteilen. Die Dolphins nutzten hier die für Tua anstehende Entscheidung, einen Option Bonus vor seinem release zu bezahlen . Hätten sie diese Möglichkeit nicht in Betracht gezogen, hätte sein dead money bei 67 Millionen gelegen und die restlichen 32 Mios wären in 2027 fällig. Da die Miami Dolphins durch die diversen Einsparungen bei den Großverdienern aber – im Gegensatz zu dieser Offseason – noch reichlich Freiraum zur Verfügung hatten, wurde sich dafür entschieden, den Bonus in diesem Jahr nicht abrechnen zu lassen, sondern erst 2027. Das verändert zum Einen das dead money von Tua. Dies liegt in dieser Saison dann „nur“ bei 55,4 Millionen Dollar und erweitert hier die Möglichkeiten.

Malik Willis wird im Jahr 2026 günstiger als gedacht

Seit heute sind dann auch die genauen Zahlen des Vertrags von Neu-QB Malik Willis bekannt geworden. Vorher ja bereits klar, dass Miami ihm für drei Jahre 67,5 Millionen Dollar zahlt – 45 Millionen davon garantiert. Es war auch bereits bekannt, dass dieser Vertrag zu Beginn eine sehr geringe salary beinhaltet und in den beiden übrigen Jahren moderat ansteigen würde. Durch die Tatsache, dass man nun zwei void years eingebaut hat (2029 und 2030 knapp 4,5 Mios), sinkt der diesjährige Cap hit von 8,7 Mios auf 5,6 Millionen Dollar. In der NFL liegt er bei den QBs damit auf Platz 35 in der salary. Der jüngst von den Chargers verpflichtete Backup Trey Lance kassiert und steht mit 6,75 Mios in den Büchern…

Durch diesen Move ist es den Dolphins ohne Probleme möglich, die in der Free Agency gesigneten 22 Spieler unter Vertrag nehmen zu können. Zum besseren Verständnis: da in die salary cap-Berechnung nur die teuersten 51 Contracts gerechnet werden, wird es auch nicht bei allen der Fall sein, dass sie hier eingerechnet werden. Beispiel: wenn der 51-teuerste Vertrag derzeit mit 885k zu Buche steht (K.C. Ossai), dann würde eine salary von 2 Millionen Dollar für einen weiteren Spieler eben nur 1,1 Mios vom Freiraum wegnehmen und nicht 2 Millionen. Stand Samstag 21 Uhr hat Miami noch 9,5 Mios an cap space. Da hier allerdings noch einige contracts fehlen, sollte es nicht mehr allzu viel sein. Im Plus ist man aber noch. Das liebe Geld ist also immer mal wieder ein Thema

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