Update der Legal tampering period der Miami Dolphins (Stand 19.03.)

Wir versuchen, möglichst einen aktuellen Überblick über die roster moves der Miami Dolphins zu liefern (da es zu Tua schon einen Artikel gibt, wird der hier ausgespart ^^). Es wird versucht hier regelmäßig Updates in den nächsten Stunden und Tagen zu liefern…

Nach knapp vier Tagen tampering: eine erste Zwischenbilanz (editierter Einschub)

Miami hat einen neuen Quarterback für die mittelfristige Zukunft, hat derzeit den jüngsten Kader in der Liga. Das Front Office hat sich um die Verträge der diversen Alt-Stars und Top-Verdiener gekümmert und sie entweder entlassen, getradet oder verändert. Top Cap-Hitter sind derzeit Waddle, Sieler und Brooks – wobei man an dessen Contract ja auch noch Hand anlegen möchte. Geht man davon aus, dass dies auch bei Achane und Brewer der Fall wäre, ist der erste „unberührte“ Contract der vom letztjährigen Rookie Kenneth Grant. Der Umbau ist also auch auf dieser Ebene real und beschränkt sich nicht nur auf die derzeit elf neuen Spieler (Dulcich, Patterson, Butler und Gay Jr. sind ja re-signings)

Miami verpflichtet in der Regel (alle bis auf Willis) nur Spieler mit Verträgen über ein Jahr, die Dolphins setzen auf einen ganz bestimmten Typ Secondary-Spieler (bis auf eine Ausnahme schneller als 4,5 Sekunden auf 40 Yards und um die 1,85 Meter groß) und geht den Weg des Team-Umbaus konsequent weiter. So lassen sich die ersten vier Tage Free Agency signing zusammenfassen. Es handelt sich nicht um die „Miami Packers“ – lediglich Willis und Safety Zayne Anderson kommen von der Franchise aus Wisconsin. Target sind in der Regel Spieler mit Potential, die dieses bei den bisherigen Stationen nicht oder nur bedingt nachgewiesen haben. Insgesamt hat man so in den letzten vier Tagen vierzehn Spieler entweder weiterbeschäftigt oder extern hinzugeholt.

Auf der Abgangs-Seite stehen zum Teil verdiente und langjährige Dolphins. Kader Kohou nach Kansas City, Bradley Chubb zu Buffalo, Borom nach Detroit, Strange und Ingold zu den Chargers, Bailey und Tua nach Atlanta, Britt und Julian Hill nach Boston – ein ziemlicher Exodus momentan. Es wird auch noch weitere Zu- und Abgänge geben, denn bisher wurde vor allem die offensive Linie nicht nachhaltig bedacht. Klar, man hat den Vertrag von Austin Jackson verändert – aber sonst? Borom, Strange, Daniels, dazu gekommen ist Stand jetzt keiner – sonst wird man diese im Draft zusammenstellen. Jackson, Paul, Brewer und Sava sind ja noch da, aber ein zweiter Guard fehlt. Von den Backups mal ganz zu schweigen. Bei den Cornerbacks ist eher Masse (derzeit 12) als Klasse, bei den Receivern und Tight Ends fehlt eine Nummer zwei neben Waddle bzw. eine Nummer eins (das wird Dulcich nicht sein, auch Conyers und Ben Sims sind das nicht). Alles Elemente, die man sonst in den ersten Runden des Drafts 2026 (in den ersten 90 Picks ist Miami derzeit fünf mal vertreten) zu erledigen hätte.

LIVE-UPDATE LEGAL TAMPERING PERIOD STAND 13.03. 8 UHR

Miami Dolphins sign Malik Willis

Es handelt sich bei dem Deal für den 26-jährigen Malik Willis um folgende Zahlen:

  • 2026: $1.25M base; $8.67M cap hit
  • 2027: $21.5M base; $28.917M cap hit
  • 2028: $20.5M base; $2M roster bonus; $29.17M cap hit; $7.427M dead money if released, so a savings of $21.75M.

Also einen stark backloaded contract, der es den Dolphins ermöglicht, den Spieler zwei Jahre lang zu testen und dann eine Option auf ein drittes Jahr zu haben. Mit dem Cap hit matcht er übrigens im nächsten Jahr beinahe das Geld, was er plus das dead money von Tua bei einem Post June 1st release für einen Tua mit ursprünglichem Vertrag in den Büchern gebracht hätte. Das lässt den Dolphins für 2027 immer noch 100+ Mios an cap space und die Option auf eine splashy 2027er Free Agency. Er kann zeigen, was er drauf hat – ohne sich die Option zu nehmen, einen QB im nächsten Jahr zu draften. Man kann von Willis halten, was man will. Im worst case ist er ein Bridge-QB mit zwei Jahren Vertrag für 37 Mios, der uns die Möglichkeit bietet, 2027 früh zu draften – um ihn dann moderat vor der 2028er-Saison zu entlassen. Im best case haben wir einen günstigen starter. Die Idee dahinter ist zumindest nachvollziehbar.

Dolphins re-sign Greg Dulcich

Man sichert sich für ein Jahr mit 3.25 Mios einen Tight End, der seine Qualitäten gerade gegen Ende der abgelaufenen Saison nachgewiesen hat. „Keeping the own guys“ mal etwas abgewandelt, hat er sich diesen Vertrag absolut verdient und er darf – recht günstig wohlgemerkt – zeigen, dass er solche Leistungen auch in einer ganzen Saison abrufen kann. 335 Yards und ein Touchdown, das meiste davon in gerade mal 245 snaps für die Fins – „Dulle“ wird uns noch einiges an Spaß machen. Diese Zahlen hat er übrigens in neun Spielen aufs Tableau gespielt – quasi einer halben Serie. Ob das bedeutet, dass wir Darren Waller und/oder Julian Hill nicht mehr in Aqua sehen werden, bleibt abzuwarten. Isoliert betrachtet auf jeden Fall ein feiner Move.

Dolphins signing K Zane Gonzalez

Der 30-Jährige veteran ist ein echter Journeyman und ein solider NFL-Kicker – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Kein sexy signing, sondern jemand, der den Ball kicken kann. Es ist ein one year-contract für einen Spieler, der in neun Spielen für die Falcons im letzten Jahr sieben von neun FGs 50+ Yards erzielen konnte, der insgesamt bei 86,4% FGs und 94,4% Extra-Punkten steht. Zum Vergleich: Riley Patterson kam im letzten Jahr auf 93,1 bzw. 97,1 Prozent in den figures. Man kann hier von einem Downgrade sprechen.

Klarheit: so sehen die Verträge/releases von Tua und Chub aus

Am Donnerstag wurden die Zahlen der Post June 1st releases von Tua Tagovailoa und Bradley Chubb veröffentlicht. Man kann nun also sagen, wie sich die 99,2 Millionen Dollar dead cap (Tua) bzw. die knapp 23 Millionen Dollar (bei Chubb) auf den Cap space 2026 und 2027 verteilen werden. Weil die Dolphins vor der Entlassung Tuas 2026er-Option nicht eingespart, sondern gezogen haben, zahlen sie diesen Teil des dead moneys bilanztechnisch nicht in diesem Jahr ab. Sie sparen demnach 2026 ein wenig, welches sie aber 2027 abschreiben müssen. Bedeutet in Zahlen: dieses Jahr ein dead money von 55,4 Millionen Dollar (2027 dann die übrigen 43,8 Mios) – am 02.06. bekommen die Fins im Vergleich zur ursprünglichen salary also sogar 800k gutgeschrieben.

Diese Summe erhöht sich durch die Tatsache noch, da die Zahlen bei Bradley Chubb wieder anders aussehen. Bei dem werden 2026 knapp 11 Mios an dead money fällig. Da er aber derzeit noch mit 31 Mios Gehalt in den Büchern steht, kommen am 2. Juni satte 20 Mios an Freiraum neu hinzu. Mehr als genug finanzielle Mittel, um die draft class 2026 (Spotrac beziffert die „Kosten“ auf derzeit knapp 15,3 Mios) unter Vertrag zu nehmen und Freiraum für moves innerhalb der Saison zu haben. Bei zu erwartenden Vertrags-Verlängerungen von Leistungsträgern (Achane/Brewer/Brooks; bei Austin Jackson hat diese Entwicklung ja bereits begonnen. ) bietet das die Möglichkeit, noch den ein oder anderen FA unter Vertrag nehmen zu können.

Erwartbar: Dolphins verändern den Vertrag von Austin Jackson

Das erste Update von Mittwoch kommt alles andere als überraschend. Die Miami Dolphins machen zwar – auch aus finanziellen Gründen – mit OT/RT Austin Jackson weiter, basteln aber an seinem Vertrag herum. Wie Spotrac berichtet, unterschreibt der ehemalige 1st round pick einen one year-deal mit einem Cap hit von 6,895 Millionen Dollar und beschert den Fins damit weiteren Freiraum für Neu- und Wiederverpflichtungen. Allerdings erhält der 27-Jährige mit seinem Vertrag auch vier voided years. Das erste dieser Jahre ist mit fast 13 Mios zwar recht üppig, dafür sind die weiteren Jahre doch recht moderat. Vier Mios 2028, 2,7 Mios 2029 und unter einer Million 2030 lassen diesen move doch recht okay erscheinen. Damit ist allerdings eine Weiterverpflichtung nicht ausgeschlossen. Jackson kann sich in der kommenden Saison zeigen und empfehlen, mit einem Post June 1st release wäre er allerdings 2027 auch ziemlich günstig zu entlassen. Ohne den Einbezug von Tua und Chubb stehen die Fins 2027 bei knapp 93 Mios cap space – rechnet man den ehemaligen QB und Bradley C. dazu, steht das freie Kapital bei knapp 134 Millionen. 34 Spieler unter Vertrag, zehn Rookies in den nächsten beiden Jahren noch dazu – viele Optionen nach der anstehenden Saison, um dick zu verpflichten oder proven players der 2026er-Saison unter Vertrag zu nehmen.

Die Miami Dolphins verpflichten EDGE Josh Uche

Eine weitere Neuverpflichtung ist Joshua Uche. Der kann als role model für die weiteren signings der Miami Dolphins dienen, denn der 27-Jährige unterschreibt für sein siebtes NFL-Jahr einen Ein Jahres-Vertrag. Er konnte bislang bei New England, Kansas und den Eagles nur bedingt an sein Potential heranreichen und blieb hinter den Erwartungen zurück. Bei den Dolphins kann er nun die Chance nutzen und seine Karriere unter Jeff Hafley mit neuer Energie befüllen – oder ist eben nach der Saison wieder weg. 76 Spiele, 21.5 sacks – er hat schon was drauf. Seine pass rush win rate ist herausragend, trotz seiner wenigen snaps kommt er auf 23 pressures. Das kann sich tatsächlich sehen lassen. Allerdings wurde er bei den Eagles nur sehr reduziert eingesetzt. 244 defensive snaps sind jetzt nicht die große Spielzeit – bei den Dolphins kann und wird das anders werden, da gerade dieser Mannschafts-Teil in der „Post Chubb- und Phillips-Ära“ noch recht schmal daher kommt. Ein signing in der ihm bekannten AFC East ist für den Schützling von Miamis „Lieblings-Spielerberater“, Agent Drew Rosenhaus (das hat sich offenbar auch unter dem neuen GM nicht geändert ^^), sicher ein Fingerzeig für die Tampering period. An diesem Move gibt es wenig zu kritisieren.

Dolphins behalten Willie Gay Jr. für ein weiteres Jahr

Der eingeschlagene Weg wird auch durch das Re-signing von Willie Gay Jr. konsequent weiter gegangen. Der Backup-LB wird diese Rolle auch 2026 weiter ausfüllen. Während der andere der im letzten Jahr verpflichteten Backups (K.J. Britt) nach Boston weiterzieht, hat man sich entschieden, den 28-Jährigen zu behalten. Nachvollziehbar, erfahren, hinter den bekannten startern eine gute Alternative.

Dolphins verpflichten Lonnie Johnson Jr.

Ebenfalls für ein Jahr kommt der 30-jährige Lonnie Johnson Jr. nach Miami. Er hat in der letzten Saison bei den Las Vegas Raiders als Backup gespielt und wird sich um einen Platz im roster bewerben. Mehr als eine Backup-Rolle ist ihm wohl nicht zuzutrauen. Auch wenn neben Dante Trader derzeit kein weiterer Spieler auf der Position im roster steht (Jordan Colbert und Omar Brown mal außen vor gelassen). Er ist ein veteran Safety und wird seine Erfahrung bei seinem sechsten Team unter Beweis stellen wollen. Wenn er das roster nicht schafft, schnell da und schnell wieder weg.

Die Miami Dolphins re-signen CB AJ Green III. – er stand letzte Saison insgesamt acht snaps auf dem Feld. Auch DT Matthew Butler behalten die Miami Dolphins, beide für ein Jahr

Dolphins verpflichten CB Darrell Baker

Der Spieler kommt von den Titans, hat dort im letzten Jahr immerhin zehn Spiele gestartet. Hat drei Jahre Erfahrung in der NFL, ist aber nicht mehr als ein Backup für das Trainings-Camp. Auch er unterschreibt für ein Jahr zum veteran Minimum; dies belastet den Cap space nicht besonders. Dies wird für die Offseason nicht mehr nur ein mal passieren.

Die „Miami Packers“ erhalten ebenfalls ihr Recht

Was sich durch die Verpflichtung von QB Malik Willis bereits angekündigt hatte, bekommt neue Munition. Tight End und blocking-Ass Ben Sims schließt sich nach 2.5 Jahren Green Bay und acht Spielen für die Titans nur für ein Jahr den Miami Dolphins an; dafür geht TE Julian Hill weg aus Miami und nach Boston zu den Patriots.

Ins selbe Horn wie Sims stößt die Verpflichtung von Safety und Special Teams-Ass Zayne Anderson. Dort wurde er im Wesentlichen (60% der snaps) in seiner Karriere eingesetzt, zu Beginn in Kansas City und die letzten drei Jahre dann in Green Bay. Ob das nun bedeutet, dass der ehemalige Special Teams-Kapitän Elijah Campbell (gleiche Vita wie Anderson, auch eher Special Teamer als mehr) nicht mehr zurückkehren wird, muss man sehen.

Die Dolphins stellen auch das Special Team neu auf

Ein etwas anderes Schicksal hat CB Alex Austin in der NFL hinter sich. Der hat in vier Jahren Houston und bei den Patriots nicht nur ST, sondern auch „reguläre“ Defense in der Secondary gespielt und wird dies auch in Miami unternehmen. Der noch 24-Jährige hat in drei Jahren zwar nur sechs Spiele gestartet, aber insgesamt knapp 600 snaps in diesem Mannschafts-Teil auf dem Buckel. Man muss es zwar nicht mehr erwähnen, aber alle signings und re-signings mit Ausnahme von Malik Willis sind One year-deals. Auch nicht erwähnen muss man seine Größe, denn alle der von GM Jon-Eric Sullivan verpflichteten Spieler für die Secondary (Alex Austin, Zayne Anderson, Lonnie Johnson, Darrell Baker) sind mindestens 6 Fuss 2 – also um die 1,85 Meter – groß. Alle haben sie in ihrem Draft-Profil mindestens eine 4.55 zu stehen – sie sind also ziemlich schnell unterwegs. Man kann durchaus davon sprechen, dass „Sulli“ ein Schema in der Secondary zu haben scheint. Nun darf man abwarten, wie sich dies in der Praxis darstellen wird.

Die Miami Dolphins haben ein Kicker battle

In dem kurzen Abschnitt zu Kicker Zane Gonzalez wurde er erwähnt, in der letzten Saison hat er einen Jason Sanders beinahe vergessen lassen, nun haben die Miami Dolphins die Kicker competition im Camp hergestellt, indem sie den letztjährigen Dolphin Riley Patterson erneut verpflichtet haben. Sollte aufgrund seiner Leistungen einen Vorsprung haben und geht als Favorit für das Special team der Fins ins Rennen.

Dolphins verpflichten Robert Beal Jr.

Nach drei Jahren San Francisco schließt sich Robert Beal Jr. den Miami Dolphins an. Der ehemalige Fünftrunden-Pick soll die Tiefe in der D-Line herstellen und sich um einen Platz im roster battlen. An Grant und Sieler wird er sicher nicht vorbeikommen, auch ein Matthew Butler dürfte zu stark sein. Also wird er sich in Konkurrenz zu Jordan Phillips und Zeek Biggers begeben – die Chance sind daher wohl eher gering.

Kurzer Einwurf II: die Dolphins verlieren key pieces der letzten Jahre

Geht man die Free agency signings des heutigen Tages durch, erkennt man schon, dass einige Kernstücke der Dolphins der letzten Jahre sich anderweitig weiterentwickeln wollen. Bradley Chubb divisions-intern zu den Bills, Kader Kohou zu den Chiefs, Julian Hill (18 Mios für drei Jahre!!) zu den Patriots – der Rebuild geht also auch an den Fans nicht spurlos vorbei und hinterlässt durchaus schmerzhafte Lücken. Gerade die Cinderella story von Nickel Corner und UDFA Kader Kohou tut schon ein wenig weh. Aber wenn man es jenseits der salary betrachtet: eine 40 time von 4,5 Sekunden liegt auf der Grenze, aber mit 5 Fuss 10 Inches (1,78) scheint er für den Plan des neuen Regimes auch einfach zu klein zu sein. Wer bei den Patriots erkannt haben mag, dass der 25-jährige Hill mit der 89 für drei Jahre 18 Mios verdienen soll (Miami hätte ihn für die Hälfte tendern können, entschied sich aber anders), der steht vor einer spannenden Saison. Nur mal zum Vergleich: Dulcich, ein Austin Hooper spielen z.B. für die Hälfte – und das Julian Hill doppelt so gut sein sollte wie „Dulle“ (wir reden hier dann von knapp 1100 Yards auf eine Saison dreisatz-gerechnet) – schwer vorstellbar. Nur mal so: Hill steht bei unter 300 career Recieving Yards und das er ein guter Blocker wäre, mag man wohl nicht behaupten. Aber gut, das ganze Geld sei ihm zu gönnen. Vielleicht sorgen die ganzen signings für Compensatory Picks 2027, das muss man abwarten.

Miami Dolphins verpflichten Tutu Atwell

Nun sind die Dolphins mit ihren one year contracts also bei den WRs angekommen. Nach fünf Jahren bei den Rams kehrt der Miami native Tutu Atwell in seine Geburtsstadt zurück. Der 26-Jährige hat in LA sein Potential an der ein oder anderen Stelle nachgewiesen und gezeigt, dass er neben Malik Washington eine recht gute Nummer drei oder Nummer vier sein kann. Er ist nicht der größte, aber ein absoluter speedster und ein tiefes target, das bei seinen Receptions gerne auch mal big plays aus dem Hut zaubert. Sechs Receptions in der abgelaufenen Saison für 192 Yards – das Längste dabei 88 und 72 Yards – zeugen schon davon, dass er große Raumgewinne erzielen kann, wenn er den Ball bekommt. Bekam er in LA nicht so oft, soll sich bei den Dolphins sicherlich ändern. Dann kann dabei auch gerne mal eine 500 Yards-Saison herauskommen (2024 knapp drüber, 2023 knapp drunter). Fehlt dem Receiving corps jetzt nur noch ein „Großer“, sowohl ein WR als auch ein Tight End – wobei das auch der 24-jährige Jalin Conyers sein könnte, der sein erstes NFL-Jahr verletzungsbedingt verpasste…

Miami verpflichtet Marco Wilson

Ein weiteres CB prospect für die Secondary haben die Dolphins von den Bengals verpflichtet. Er ist zwar nicht die bisher avisierten 6´1 groß (etwas kleiner schon) und ist sicher nicht als starter eingeplant; für die Tiefe ist er aber durchaus zu gebrauchen. Offensichtlich kann man nie ausreichend CBs haben – Wilson ist im Kader bereits Nummer 11 im derzeitigen roster. Auch für ihn gilt: kommt aus Fort Lauderdale, kommt nach Hause ^^

Update Tag 5: Miami verstärkt die Line

In der bisherigen Offseason war die Guard-Position eher eine Abgangs-Priorität. Man hat immerhin darauf verzichtet, die Guards Liam Eichenberg (vergangene Saison null snaps), James Daniels (drei snaps) und Cole Strange (immerhin 800 snaps, 99% der Offense) weiter an sich zu binden. Nun beginnt man offensichtlich, die protection von Neu-QB Malik Willis anzugehen. Die Dolphins sichern sich die Dienste von Jamaree Salyer. Der hat seine bisherigen vier Jahre in der NFL bei den Chargers verbracht. In immerhin 64 von 68 möglichen Spielen startete der Absolvent des „Football-Powerhouse“ der Gerogia Bulldogs in immerhin vierzig Spielen als Left Tackle und beiden Guard-Positionen. Letzte Saison zum Beispiel verbrachte er 309 snaps als Left Tackle (dort spielte er seine Rookie-Saison) und 157 als Right Guard (wurde in Jahr zwei dort aufgestellt), kann aber genauso Right Tackle spielen. Es wird erwartet, dass der 25-Jährige bei den Dolphins Stand jetzt als starting Right Guard oder sechster Lineman eingesetzt werden wird. Das hängt ganz davon ab, ob noch jemand in der FA kommt oder die Position im Draft adressiert werden wird.

CB Ethan Bonner bekommt einen Ein-Jahres-Vertrag

6´1, schnell zu Fuß und mit 26 Lenzen auch im entwicklungsfähigen Alter – entsprechend der Strategie in der Secondary werden die Miami Dolphins auch in der kommenden Saison auf Ethan Bonner setzen. Der Absolvent von Stanford war ja schon die letzten drei Jahre Teil des rosters und war wichtiger Bestandteil des Special Teams. In der defense kommt er zwar in drei Jahren nur auf 117 snaps; er konnte sein Potential aber durchaus unter Beweis stellen. Nicht zuletzt machte er durch eine Interception im Spiel bei den Jets auf sich aufmerksam, sein Coverage rating ist zudem bemerkenswert. Vielleicht gelingt es ihm ja, seine Spielzeit und seine UDFA-Story bei den Fins in der kommenden Saison etwas auszuweiten.

Weil es vom Namen schon passt: die „Jaylen-Fraktion“ bekommt neuen Zuwachs

Nach den Abgängen von Jalen Ramsey und Jaelan Phillips war die Fraktion dieses Vornamens auf Waddle, Conyers und Wright reduziert, nun bekommt sie wieder Verstärkung. Der 27-Jährige Jalen Tolbert kommt nach vier Jahren Dallas zu den Miami Dolphins. In 55 Spielen in der Liga – 30 davon als starter – konnte der Absolvent von South Alabama immerhin knapp 1100 Yards und 10 TDs erzielen. Seine beste Saison steht aus 2024 mit immerhin 610 Yards zu Buche. Mit 6´1 gehört er zu den größeren Wide Receivers seiner Zunft, kann aber sicher noch nicht als big body-Receiver durchgehen. Er hatte zwar in der Vergangenheit immer mal wieder ein paar Probleme mit seiner Konstanz, kann dies aber nun in Miami nachweisen. Hoch talentiert, mit unter 4.5 auf 40 Yards schnell zu Fuß und Stärken im route-running – mit Tutu Atwell und ihm erhält der „größere“ der beiden Jaylens – der Penguin Waddle – durchaus prominente – und aufgrund Tolberts und Atwells schwächerer letzten Saison durchaus günstige – Unterstützung.

Miami holt einen Spezialisten fürs Special Team (zurück)

Tucker Addington heißt der neue Long Snapper der Miami Dolphins! Es ist dabei ein alter Bekannter, der vor einem Jahr bereits drei Spiele für die Dolphins absolvierte, nachdem man sich von Reid Ferguson getrennt hatte. Der 28-jährige Tucker Addington soll offensichtlich die Nachfolge von Joe Cardona antreten. Wäre diese neuralgische Position auch wieder besetzt…

Der zweite neue Special Teamer gleich hinterher

Jon-Eric Sullivan macht keine halben Sachen und so kommt zum Long Snapper und den beiden Kickern selbstredend noch der Nachfolger von Jake Bailey mit dazu. Der 27-Jährige Seth Vernon war sowohl bei den Falcons als auch den Vikings unter Vertrag, hat aber noch kein NFL-Spiel bestritten. Der UDFA bewegt sich sei 2022 in der Liga, konnte aber bisher nur Teil der Practice squads sein. Einen Namen machte er sich in der zweitklassigen UFL, wo er für die Michigan Panthers zur Geltung kam. Wird nicht der starting Punter sein, eher ein zweiter Fuß fürs Camp und für die Competition…

Miami bringt den zweiten Wolverine an die Line

Auf der Suche nach Verstärkungen der Edge rusher gehen die Miami Dolphins konsequent den Weg weiter, hoch talentierte Spieler zu verpflichten, die es bei ihrer ersten Station nicht oder nur bedingt geschafft haben zu glänzen und zu überzeugen. Ein Paradebeispiel hierfür ist der in Nigeria geborene David Ojabo. 2022 aufgrund einer Verletzung nur in der zweiten Runde von den Ravens gedraftet, ist es ihm in den ersten vier Jahren seiner NFL-Laufbahn noch nicht gelungen, mehr als einen positiven Eindruck zu hinterlassen. Wegen diverser Verletzungen verpasste er nicht nur einen Pick in der ersten Runde, sondern beinahe auch komplett seine ersten beiden Jahre. Wirkliche Spielzeiten (13 bzw. 14 von 17 Spielen in den letzten beiden Jahren) kamen erst in der jüngeren Vergangenheit hinzu, mehr als 575 snaps in der Defense stehen für ihn nicht zu Buche.

In Miami trifft Ojabo, 2022 Absolvent der Michigan Wolverines, in Josh Uche auf einen anderen pass rusher dieses Uni-Programms. Ihre Wege sollten sich 2019 dort gekreuzt haben, Uche und Ojabo werden wieder vereint und versuchen, der Defense der Dolphins neue Gefahr einzuhauchen. Gemeinsam mit dem jüngst verpflichteten Cameron Goode und Chop Robinson werden sie ein EDGE-Quartett bilden, welches sich noch weitere Unterstützung bekommen wird.

Die Dolphins geben der O-Line weitere Tiefe

Austin Jacksons Vertrag umgebaut, Larry Borom in der Free Agency abgegeben, Kendall Lamm vor dem Karriere-Ende – auf der Tackle-Position bestand für die Miami Dolphins neben LT Patrick Paul und RT Austin Jackson noch Handlungsbedarf. Obwohl Neuzugang Jamaree Salyer auch Tackle spielen kann, Carter Warren (500 snaps in der NFL für die Jets, aber ein Jahr Pause) und Braeden Daniels (bisher ohne Karriere-snap) auch noch im roster stehen, lässt gerade die Verletzungs-Historie von Jackson den Bedarf an einem erfahrenen Backup deutlich werden. Dem tragen die Kader-Planer nun entsprechend Rechnung und verpflichten Offensive Liner Charlie Heck. Der 29-Jährige kommt auf sechs Jahre NFL-Erfahrung bei den Houston Texans, den Cardinals, den 49ers und den Tampa Bay Bucaneers. 67 Spiele (davon 29 starts) und wird bei den Dolphins als derzeit dritter Tackle angesehen. 26 seiner Spiele startete er auf der Position des Right Tackles, so dass er in erster Linie als Jacksons Backup eingeplant sein dürfte.

Nach dem Waddle – Beben: „Competition on every position“

GM Jon-Eric Sullivan hatte in einer PK zuletzt angekündigt, dass es auf jeder Position Wettbewerb geben wird. Diesen Worten haben die Dolphins heute Taten folgen lassen und sich das Special Team vorgenommen. Hat man bereits zwei Kicker unter Vertrag genommen, gilt dies seit heute auch für die Punter- und die Long snapper-Position. Der beinahe 32-jährige Taybor Pepper ist ein alter Bekannter in Florida, hat er doch im Jahr 2019 sein zweites der sieben Jahre bereits in Miami verbracht. Er bildete mit Matt Haack und Jason Sanders ein durchaus gutes Trio. Im Anschluss daran machte er zwischen 2020 und 2024 insgesamt 80 Spiele für San Francisco. Er wird also nun in Konkurrenz zu Tucker Addington treten und sich um den Platz im roster bewerben.

Auch bei den Puntern wird es einen positional battle geben. Zwar hat man in dem 26-Jährigen Seth Vernon einen verpflichtet und ihn mit einem Zwei-Jahres-Vertrag ausgestattet; Erfahrung in der NFL besitzt er allerdings nicht. Der 32-Jährige Bradley Pinion, den die Dolphins heute mit einem Vertrag ausgesattet haben, ist da eher der Gegenentwurf. 11 Jahre und 179 Spiele hat der in der NFL auf dem Buckel. Für die 49ers, Tampa Bay und in den letzten vier Jahren die Atlanta Falcons war er in der Liga tätig. Da sich die Falcons allerdings bei den Dolphins bedient und Jake Bailey verpflichtet hatten, war Pinion verfügbar. Apropos verfügbar: gerade mal zwei Spiele hat er verpasst. Er wird ob dieser Erfahrung sicherlich als Favorit ins Camp gehen. In den letzten drei Saisons handelt es sich bei Pinion um einen Top 10-NFL-Punter. Diese Personalie sollte ihn als Favoriten sehen.

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