MAKE IT THREE

In der bisherigen Offseason, die in nächster Zeit zur Preseason werden wird, hatte sich das neue Regime unter Neu-GM Jon-Eric Sullivan die Aufgabe gesetzt, die vom Front Office als die „Anker“ und Cornerstones benannten Spieler mit neuen Verträgen auszustatten und so eine Kultur des „keeping your own“ zu installieren, gute Leistungen der eigenen Spieler auch zu belohnen. Für RB Devon Achane, Center Aaron Brewer und LB Jordyn Brooks galt eben genau dieses, so dass man darauf spekulieren konnte, ob hier Vertrags-Verlängerungen anstehen würden.

Nachdem in den vergangenen Wochen bereits Achane (4 Jahre/64 Mios. https://www.spotrac.com/nfl/player/_/id/82376/devon-achane) und Brewer (3 Jahre/52,5 Millionen. https://www.spotrac.com/nfl/player/_/id/48302/aaron-brewer) eben diese Verlängerungen erhalten hatten, war heute dann LB Jordyn Brooks an der Reihe.

Die sich im heftigen rebuild befindlichen Dolphins geben ihrem 28-jährigen Off-ball-LB demnach einen Contract von drei Jahren mit einem Salär von insgesamt 51,3 Millionen Dollar; von diesen sind 35 Millionen garantiert. Im Durchschnitt wären dies für den Tackle leader der letztjährigen NFL-Saison damit 17,1 Millionen. Mit dieser Summe würde er sich in die Top 5 (auf Platz 5) der salary von LBs in der NFL einsortieren – hinter Roquan Smith, Fred Warner, Nick Bolton und Patrick Queen. Ob er da sportlich hingehört, ist in der Theorie fraglich. In der Praxis hat Brooks in seiner Zeit bei Miami nachgewiesen, welchen Wert er für das Team der Fins hatte und sicherlich im Rebuild auch weiter haben dürfte. Die Nominierungen als All Pro und in den Pro Bowl des letzten Jahres unterstreichen dies, seine Zahlen (183 combined und 99 solo tackles sind jeweils Liga-Höchstwert) belegen das zudem.

Die Miami Dolphins haben damit den drei Leistungs-Trägern insgesamt knapp über 100 Millionen Dollar an Garantien gegeben und halten sie wohl mindestens drei Jahre lang bei der Franchise (in der Theorie), so dass sie Motoren und Grundpfeiler des Neuaufbaus werden sollen. Ob sich das Investment gelohnt haben wird, lässt sich auch erst dann abschließend beurteilen. Bislang ist es nur der Hinweis darauf, dass gute Spieler auch gut verdienen werden – vielleicht eine Motivation für einige der insgesamt 41 Spieler, deren Verträge 2027 auslaufen werden.

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