
Die Gerüchteküche rund um neue und verfügbare Quarterbacks als Ersatz für Tua Tagovailoa wird man in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten noch reichlich zu lesen bekommen. Die Personalie Malik Willis, der dem Vernehmen nach aber zu teuer sein dürfte (Spotrac projected den Free Agent der Green Bay Packers zwar bei einem Jahres-Gehalt von knapp 10,5 Mios – es sind aber auch Zahlen von bis zu 25-30 Millionen zu lesen), ist ja schon etwas länger aktiv. Seit heute ist dann ein anderer Name in der Gerüchteküche aufgetaucht: der von Colts-QB-Reservist Anthony Richardson.
Der gerade einmal 23-jährige ehemalige 4th overall pick aus 2023 konnte in seinen drei NFL-Saisons bisher sein Talent nicht ausreichend unter Beweis stellen und darf – so war heute zu lesen – sich mit seinen Beratern nach einem Trade-Partner und neuen Arbeitgeber umsehen:
NEWS: The Indianapolis Colts have given QB Anthony Richardson permission to seek a trade given his uncertain future in Indy, ESPN has learned.
Stephen Holder, bei ESPN für die Colts zuständig, auf der Plattform X

In der Theorie handelt es sich bei „AR“ um einen laufstarken Spielgestalter, dessen Stärken aber jene Beweglichkeit ist. Im Pass-Spiel hat er noch viel Luft nach oben gezeigt und eher selten überzeugt. Er hat zwar einen positiven Record, das lag aber nicht in erster Linie an ihm. Als „Brücken-QB“ für eine gute Draft-Position wäre er zu einem richtigen Preis auf jeden Fall zu haben – auch, um sich der Konkurrenz von Quinn Ewers und einem potentiellen Rookie-QB der 2026er class zu stellen. Wichtigstes Detail (neben dem value, den man den Colts geben müsste), wäre sicherlich das Gehalt sowie das dead money.
Was es kostet, Richardson zu ertraden
- ein normaler Trade ist für beide Seiten ein Gewinn. IND würde 5,4 Millionen Dollar an dead money bekommen, Miami müsste dem Spieler für die 2026er-Saison noch 5,385 Millionen zahlen. Eigentlich klassisches Backup money und damit sicher ziemlich günstig.

- zweite Option: ein Trade der beiden Quarterbacks Richardson und Tagovailoa. Sollten die Colts die von Spotrac vorgeschlagenen 43,6 Millionen für dern bisherigen starting QB Daniel Jones nicht bezahlen wollen, man könnte sich – bei der Übernahme eines Teils des Gehalts – zumindest in der Theorie wohl auf einen solchen Deal verständigen. Der Hawaiianer würde bei einem solchen Tausch nämlich maximal 42,9 Mios an Gehalt mit nach Indianapolis bringen. Miami hätte 2026 45 Mios an dead money zu schlucken – was sich aber immer noch besser anließe als sein cap hit (knapp 56,3 Mios) oder sein dead money bei einfachem release (99,2/102,2 Millionen Dollar) bzw. dem dead money bei release mit post June 1st designation – 67,4 Millionen Dollar. Gerade nach dem 1. Juni würde ein solcher Tausch Sinn ergeben – die sportlichen Leistungen von Daniel Jones im letzten Jahr und der Wille der Colts ihn zu halten müssten dabei natürlich ausgeklammert werden…
Ein kurzes Fazit (mit Augenzwinkern)
Bei knapp 35 Millionen (derzeit) freiem Cap der Colts für die kommende Saison müsste es natürlich einen finanziellen Anreiz für diese Art eines Deals geben, da das Team aus dem Lucas Oil stadium ohne ein Dazutun der Fins fast den kompletten Freiraum würde aufbringen müssen. Geht man jedoch exemplarisch davon aus, dass Miami den Colts knapp 11 Mios – den Unterschied zwischen Gehalt Tua und Einsparung bei Trade Tua – bei einem Trade entgegenkommt und diesen Teil des Gehalts von Tagovailoa schluckt, wäre das schon zu überlegen. Für dann etwas über 30 Millionen Dollar unterschreibt ein Daniel Jones nämlich wohl nicht. Dann hätten die Colts nämlich auch etwas davon.
Aber wie gesagt: grau ist alle Theorie und die Colts wären hier nur interessiert, wenn sie sich mit Daniel Jones nicht in der Free Agency zu einem moderaten Preis einigen können. Es soll lediglich verdeutlichen, dass ein Trade von Richardson zu den Miami Dolphins grundsätzlich vorstellbar wäre. Die genauen Details würde dann der Herr unter dem Artikel aushandeln können, der kennt sich ja mit Zahlen aus…
#Fins Up!



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