Der Kader-Umbau – who is next to go?

Mögliche Trade- und Abgangs-Kandidaten bei den Miami Dolphins

Nachdem in den letzten Tagen die Herren Hill und Chubb (wobei man bei dem immer noch nicht zu 100% weiss, ob er mit einer sog. Post June 1st designation gehen wird oder schlicht entlassen wird) sowie Wrstbrook-Ikhine und Daniels entlassen wurden, geistern seitdem etliche Namen und mögliche andere Trades durch die Presse. Es wird mit Sicherheit nicht der letzte roster move des neuen GMs Jon-Eric Sullivan gewesen sein; es bieten sich einige andere Umbau-Maßnahmen an, die in der Offseason sicherlich auf dem Tisch landen werden.

I. Der „big spender“ – die Personalie Tua als Elefant im Raum

Eine Trennung vom Hawaiianer scheint nur eine Frage der Zeit und des Geldes zu sein. Ein normaler Cut mit dead cap von knapp 99 Millionen ist eher unwahrscheinlich; ein regulärer Trade (dead money von 45 Mios) macht da schon etwas mehr Sinn – wenn es Interessenten geben sollte. Finanziell lukrativer wäre ein Trade nach dem 1. Juni – hier könnte Miami neben den 13,4 Mios an dead cap individuell noch Teile des Gehalts von Tua übernehmen und einen Deal so lukrativer werden lassen. Letzten Endes braucht es für jedes Szenario nur eine Franchise, die mit dem 28-Jährigen arbeiten möchte. Sonst bleibt er eben. Dies wird unabhängig vom Start des Liga-Jahres der NFL sein, da Tua am 13.3. „nur“ 3 Mios seiner 2027er base salary garantiert bekommt. Aufgrund des Volumens insgesamt fallen die drei Millionen dann für eine Entscheidung nicht ins Gewicht.

II. Der „Anker“ der Defense – geht er über Bord oder soll er das neue roster stabilisieren?

Der nächsthöher dotierte Contract wäre der von Safety Minkah Fitzpatrick. Auch um ihn gibt es Trade-Gerüchte und er dürfte sicherlich für den richtigen Preis getradet werden. Sein cap hit für 2026 liegt bei etwas unter 19 Millionen Dollar – er ist damit positional bei den Safeties auf Platz 5 gelistet. Kam ja damals mit einem 5th round pick für Ramsey, Jonnu Smith und einen Siebtrunden-Pick nach Miami. Wenn man einen weiteren frühen Pick an Tag drei für den 29-Jährigen bekäme, wäre er sicherlich ein starker Trade-Kandidat. Da Miami selbst bei einem normalen Cut schon knapp 5,6 Millionen an Gehalt einsparen und „nur“ 13 Mios dead money eingehen würde, ergäbe sogar das einen gewissen Sinn. Da der Spieler aber in der letzten Saison seinen sportlichen Wert gezeigt hat, ist ein Trade zu den gleichen finanziellen Gegebenheiten wesentlich wahrscheinlicher. Damit ist sogar zu rechnen, wenn man ihn nicht noch eine Saison halten und als Anker für den Neu-Aufbau im Team haben möchte. Der Bleacher Report hat hierzu exemplarisch bereits einen möglichen Deal mit den Cowboys projected. So – oder so ähnlich – könnte ein möglicher Trade tatsächlich aussehen.

III. Umbau der Offensive Line – fällt dem auch der RT zum Opfer?

Eine Personalie, die auf jeden Fall auch auf dem Tisch von Jon-Eric Sullivan und Jeff Hafley landen dürfte, ist die von RT Austin Jackson. Problematisch als Erstes ist sein cap hit von knapp 15,4 Millionen Dollar. In seinem contract year 2023 hat er sehr ordentlich gespielt, ansonsten seinen Status als 1st round pick aber eindrucksvoll vermieden. Auf seiner Position in der letzten Saison bestenfalls solide, keinesfalls aber gutklassig. Dazu kommen noch seine gesundheitlichen Probleme: in sechs Jahren NFL kommt er auf 62 Spiele in der NFL, wirklich eine ganze Saison durchgespielt hat er aber seit 2023 (vier mal questionable, aber nur ein Spiel verpasst) nicht mehr. In den letzten beiden Jahren kommt er auf 14 von 34 möglichen Spielen. Sein Körper steht ihm schlichtweg im Weg, seine Leistungen sind nicht gut und konstant genug, als das man eine Weiterbeschäftigung rechtfertigen könnte.

Sollte hier eine Trennung im Raum stehen, wird die unabhängig des roster bonus von 1 Millionen Dollar sein, die Jackson am 13.3. garantiert bekäme. Das könnte man zusätzlich einsparen, macht aber in der Gesamt-Perspektive nicht viel aus. Bei einem normalen Cut würde man nur 1,6 Mios einsparen, bei einem Trade würde das Gleiche gelten. Lukrativer wäre es, den guten Herrn Jackson erst nach dem Draft/nach dem 1. Juni zu entlassen. Bei 4,275 Millionen Dollar dead money läge die Einsparung bei 11,1 Millionen Dollar. Je nach Verlauf des Drafts (in der 1. Runde sind sogar zwei RTs projected) ließe sich die Personalie Austin Jackson so „regeln“ – das ist nicht wahrscheinlich, aber definitiv eine Option. Da man allerdings nur zwei Spielern des rosters diese „Post June 1st designation“ geben darf und der Erste Bradley Chubb gewesen sein könnte, müsste man ohnehin abwarten, ob Jackson dann der zweite Spieler mit diesem Schicksal wäre.

IV. Das „Tafelsilber“ – (wohin) wechselt Jaylen Waddle und vor allem: zu welchem Preis

Geht man die möglichen Trades bei den Miami Dolphins durch, landet man automatisch auch bei der Personalie Jaylen Waddle. Nicht, dass die Dolphins den Alabama-Absolventen unbedingt abgeben müssten – zum entsprechenden Gegenwert könnte er aber Objekt eines Mega-Trades in der NFL werden. Giants, Steelers, Bills, Chiefs und viele mehr – Interesse ruft der 28-Jährige sicherlich zur Genüge auf. Die Zeit für einen solchen Move drängt aber. Waddle würde am 15.3. seine base salary für 2027/28 garantiert bekommen und von der Franchise knapp 15,2 Millionen Dollar bekommen. Wenn Trade, dann also wohl in den nächsten drei Wochen. Aus finanziellen Gesichtspunkten müsste das Angebot aber schon exorbitant hoch sein, denn Miami würde für einen solchen Trade 23,2 Millionen dead money schlucken müssen – ganz offensichtlich 11,6 Millionen mehr als Waddles 2026er cap hit. Wir reden hier nicht mehr nur von einem 1st round Pick 2026 – da müsste also noch einiges mit dazu kommen.

Beispiel: Von den Giants würde Pick 5 nicht ausreichen. Pick 5 und 37 wäre möglich, werden die Herren aus NY nicht eingehen. Einen Drittrunden-Pick haben sie nicht. Von daher wäre es denkbar, dass Joe Schoen und Matt Harbaugh ihren 1st 2026 und den 2nd 2027 anbieten könnten – das ist aber eher unwahrscheinlich. In Blau wird Jaylen Waddle wohl eher nicht zu sehen sein. Sei es, wie es sei – bis März wird es hierzu erhebliche Spekulationen geben und Waddle könnte derjenige sein, der die Miami Dolphins als Nächster verlässt.

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